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Content Slam Düsseldorf am 7. Juni 2018


Stephan Fabrizius
Published on Juni 05, 2018
By Stephan Fabrizius

Weil guter Inhalt eine Bühne braucht, veranstalten wir am 7. Juni 2018 die Neuauflage des Content Slam in Düsseldorf. Grund genug für einen Ausblick, was Euch als Gäste vor Ort erwartet.

Der bei Marketern und Kommunikationsexperten angesagte Content Slam macht erneut Halt in Düsseldorf. Am 7. Juni begrüßen wir Euch um 18:00 Uhr als Gäste zu brandheißen Vorträgen und kühlen Drinks in unserem Office in der NRW-Landeshauptstadt.

Wer sich ein thematisches Update der aktuellen Spitzentrends rund um Content-basierte Geschäftsmodelle verschaffen möchte, ist hier genau richtig. Ebenso herzlich willkommen sind alle, die mitreißenden Referenten zuhören und diese anschließend bewerten oder einfach nur Netzwerke knüpfen möchten – eine einfache Anmeldung genügt:

 Ein Überblick über die Speaker des Abends:

Andrea Bartolomeus ist Inhaberin und Geschäftsführerin der media97 GmbH, die sie 2015 gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner gegründet hat. Ihr Thema beim Content Slam: Effektiv arbeiten in digitalen Zeiten.

Was ist das Kernthema Deines Vortrags? Und was treibt Dich da genau an?

Andrea Bartolomeus: Mein Kernthema ist die Arbeitswelt 4.0. Wir kümmern uns um die Marketing-Automatisierung, allerdings höre ich immer häufiger Sätze wie: „Das wird alles zu anstrengend. Noch ein Programm. Früher war es besser, da kam nur einmal Briefpost und dann war es gut. Heute mit den ganzen Mails komme ich zu gar nichts mehr.“ Da ist mir aufgefallen, dass viele Menschen, einfach gar keine Strukturen mehr in ihrem Arbeitsalltag haben. Sie nutzen nicht die Potenziale, die die Digitalisierung ihnen bietet, sondern hetzen durch den Tag in der Hoffnung, von dem Riesenberg Arbeit etwas erledigt zu bekommen. Daraufhin habe ich Konzepte erstellt, wie die Arbeit in der Arbeitswelt 4.0 wieder Freude machen kann.“

Wo genau siehst Du große Herausforderungen im Zeitalter von Smartphones und der Erreichbarkeit 24/7?

Andrea Bartolomeus: Große Herausforderungen sehe ich tatsächlich in einer Strukturlosigkeit. Bei dem einen oder anderen Unternehmer hat sich eine Routine eingeschlichen, die es wieder zu durchbrechen gilt. Bei Mitarbeitern gerade in Konzernen sehe ich, dass sich die Arbeitsplätze von den Herausforderungen her wandeln. Hier müssen die Mitarbeiter ganz klar geschult werden, außerdem ist eine klare Unternehmenskommunikation erforderlich. Beispiel: Früher war ein Prozess in der Firma ganz klar definiert. Die Post kam in die Abteilung, der Chef hat diese gesichtet und die Aufgaben verteilt. Dann musste der Mitarbeiter nur noch diese Arbeit erledigen. Heute erhält der Mitarbeiter die unterschiedlichsten Anfragen per Mail, per Post, per Anruf in einer rasanten Geschwindigkeit, die er selbst sortieren und organisieren muss. Hinzu kommen komplexere Strukturen in Unternehmen, in die es sich reinzudenken gilt. Der Mitarbeiter ist quasi zu einer Art „Mini-Unternehmer“ in einem Unternehmen geworden, ohne dass Verantwortungsbereiche durch den Chef kommuniziert oder auch Fähigkeiten in diesem Bereich geschult werden. Das führt meiner Meinung nach zu Überforderung und den stetig steigenden Burn-out-Fällen.

Was erwartet die Zuhörer bei Deinem Slam?

Andrea Bartolomeus: Euch erwartet einiges zum Schmunzeln und sicher auch der eine oder andere Aha-Moment. Lasst Euch einfach überraschen. Jeder der anderen Slammer hat ein spannendes Thema. Ich freue mich riesig auf dem Abend und bin auf jeden Slam gespannt – denn, wenn ich so schaue, passt ja alles zu Freude in der Arbeitswelt 4.0.“

Nora Breuker ist bei Setlog als Digital Marketing Strategist tätig und betreut dort auf AG Ebene alle Tochtergesellschaften. Setlog ist ein Software-Unternehmen, welches Supply Chain Management-Lösungen anbietet. Zu ihren Hauptaufgaben zählen vor allem Inbound und Content Management sowie Event Marketing. Nora arbeitet seit Anfang 2017 bei Setlog und hat dort das Employer Branding und das digitale Marketing aufgebaut. Ihr Thema beim Content Slam: Digital Communities – Die Zukunft des Marketings.

Wie bist Du zur Community From Fat to Finish Line gekommen? Was treibt Dich da genau an?

Nora Breuker: Im November 2013 war ich ziemlich unglücklich mit meinem Leben und meinem Job. Ich wusste gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin. Bis heute weiß ich nicht genau, was mich dazu antrieb, aber als sich mir die Gelegenheit bot, mich zu einer Marathon-Staffel anzumelden, habe ich diese ergriffen – und das als unfitte, übergewichtige Frau, die Laufen hasste.

Als völlig untypische Läuferin in Deutschland tat sich dann aber ein ganz neues Problem für mich auf: Ich fand nur entmutigende, für mich völlig unnütze Informationen. Es schien mir so, als ob wir übergewichtigen, langsamen Personen gar nicht in der Läufer-Community wahrgenommen werden.

Durch Zufall stolperte ich dann im April 2014 über den damals noch relativ rohen Trailer von From Fat to Finish Line.  Zu dem damaligen Zeitpunkt gab es nur eine Facebook Page, an die ich sofort eine Nachricht mit Bitte um Hilfe schrieb. Unser heutiger Head Coach Rik Akey und Läufer aus dem Film antwortete mir und sprach kurz darauf mit den Filmproduzenten in LA. Schlussendlich war ich der letzte Tropfen in einem schon vollen Fass, der dazu führte, dass eine Community gegründet wurde. Als damals einzige Europäerin war ich sofort die Exotin und jeder kannte mich. Ich bekam als Mitglied genau die Art Unterstützung und Inspiration, die ich benötigte, um meinen Lebensstil zu ändern. Ein Jahr später kündigte ich meinen Job, packte meine Sachen und ging nach Amerika. Dort bin ich in drei Monaten durch 23 Staaten gereist, habe ausschließlich Mitglieder der Community besucht und in LA mit den Filmproduzenten die Gründung des Start-ups hinter der Community beschlossen.

Alle hinter den Kulissen von From Fat to Finish Line wissen, wie es ist, in den Schuhen unserer Mitglieder zu stecken – wortwörtlich. Jeden einzelnen Tag erlebe und lese ich die unglaublichsten Stories. Wir haben so vielen Menschen in den letzten Jahren geholfen, ihr Leben zu verändern, und wunderschöne Freundschaften möglich gemacht. Genau das treibt mich jeden einzelnen Tag an, mein allerbestes für diese Community und das Unternehmen dahinter zu geben.

Wo genau siehst Du große Herausforderungen bei dem Betreiben von größeren Communities?

Nora Breuker: Die Menschen unterschätzen die Arbeit, die eine solche Community macht. Es wirkt alles einfach und locker nach außen, hinter den Kulissen ist es aber ein enorm großer Aufwand. Community-Manager müssen sich nicht nur um guten Content, interessante Themen und das Wohlbefinden der Community-Mitglieder kümmern. Sie müssen vor allem dafür sorgen, dass die Erfahrung, die neue, passive, aktive und Power-Mitglieder tagtäglich machen, so gut ist, dass sie gerne Teil der Gruppe bleiben wollen. Eine Community-Strategie aufzubauen ist viel komplexer als eine Marketing-Strategie zu kreieren, weil es alle wesentlichen Aspekte des Marketings, aber auch noch viele weitere Bereiche beinhaltet. Zudem wird die Moderation einer solchen Community, insbesondere bei großen Communities, sehr unterschätzt.

From Fat to Finish Line wurde als Doku für Netflix verfilmt, wie kam es dazu?

Nora Breuker: Meine heutige Kollegin Jennifer Roe hat ihren Weg vom schweren Übergewicht zur Marathonläuferin in einem Blog mit dem Namen „From Fat to Finish Line“ festgehalten. Dort wurde sie von anderen erfolgreichen Bloggern angeschrieben, ob sie Lust hätte, bei einem 200-Meilen-Staffel-Rennen in Florida teilzunehmen. Die Idee? Zwölf Personen, die alle im Durchschnitt 100 Pfund verloren, sollen gemeinsam diesen Erfolg mit einem Rennen von Miami nach Key West feiern. Weil diese Geschichte so interessant ist, hat sie sich nicht nur dazu entschlossen mitzumachen, sondern auch mit Angela Lee, ihrer Partnerin in einer kleinen Filmproduktionsfirma, daraus einen Dokumentarfilm zu machen. Dokumentarfilme sind extrem schwierige Projekte, da die Finanzierung selten im Vorfeld geschieht und die gesamte Produktion ein langwieriger Prozess ist. Dennoch war ihnen damals schon klar, dass diese Geschichte es wert ist, erzählt zu werden. Die Dokumentation entstand 2013, schlussendlich dauerte es aber bis 2015, bis diese fertig produziert und schlussendlich veröffentlich wurde.

Der Erfolg unserer Community, Aufmerksamkeit durch die Presse und ein gutes Konzept haben sicherlich mit dazu beigetragen, dass wir Netflix als weltweiten Distributor gewinnen konnten. 

Was erwartet die Zuhörer bei Deinem Slam?

Nora Breuker: Ich habe großen Respekt vor allen, die sich vor ein Publikum stellen und zu einem Pitch antreten. Da gehört schon eine gehörige Portion Mut, aber auch ein bisschen Verrücktheit dazu. Ich hatte auch schon das Vergnügen, den einen oder anderen auf der Bühne zu erleben, und weiß daher, dass das Niveau sehr hoch sein wird! Bei meinem Slam kann man sich auf einen ganz exklusiven Einblick in meinen Community-Management-Alltag freuen! Ich sag nur so viel: Er ist nie gleich und manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich Marketerin, Therapeutin, Richterin oder Alles-Möglich-Macherin bin.

David Odenthal von shopstars.org ist seit über zehn Jahren selbstständig im Bereich der digitalen Kundenkommunikation unterwegs, vor allem auf Webseiten / eCommerce-Plattformen oder Online-Shops liegt sein unternehmerischer Fokus. Sein Thema beim Content Slam: Conversion Rate Optimierung.

Wie lange beshäftigst Du Dich schon mit der Optimierung der Conversion Rate und was genau ist shopstars.org?

David Odenthal: Die Conversion optimiere ich für meine Kunden seit mehr als sieben Jahren. Es hat sich aus einem Kundenprojekt und auch aus overheat heraus entwickelt. Overheat ist vergleichbar mit bekannten Mousetracking Tools –  shopstars bzw. Recommendationsoftware hingegen gibt es in dieser Form nur sehr wenige.

Bei overheat betreuen wir sehr große Unternehmen durch unser SAAS Tool, darunter beispielsweise shopware, TUIFly, WEKA, interhyp, Haufe Gruppe, Trusted Shops. Dabei haben wir herausgefunden, dass eine Vielzahl der KMU unsere inkludierten Widgets genutzt haben – vornehmlich Shops. So haben wir die Funktionen der Widgets als Spin-off in ein eigenes System überführt. Also: shopstars ist eine Lösung für Shops aller Größen, mehr als 13 Widgets und Personalisierung sowie Segmentierung sind in der RECO Engine inkludiert.

Wie bist Du zur Conversion Rate Optimieren gekommen? Was ist dein Background?

David Odenthal: Seit mehr als elf Jahren bin ich bereits im Bereich Screendesign/UX und Frontend Development unterwegs. Als Agentur im Bereich der digitalen Kommunikation habe ich so 2006 begonnen. Ich habe mehr als 400 Kunden digital begleitet, doch es hat mich immer vor die Frage gestellt: Wann beginnt der ROI einer Seite und wie kann ich dem Kunden hierbei eine Lösung bieten? Ich habe dann im Verlauf der ersten Jahre die Agentur auslaufen lassen und bin zur Beratung mit meinem eigenen Tool übergegangen. Dann kam die eigens kreierte Smart Uplift-Strategie hinzu. Diese wende ich bei großen Unternehmen, Verlagen und Shops an. Seit mehr als zwei Jahren bin ich zu den Themen Conversion und Content auf den Bühnen: CMCX, Conversion Roadshow, shopware Community Day, koks digital et cetera.

Was erwartet die Zuhörer bei Deinem Slam?

David Odenthal: Mein Slam behandelt die Wahrnehmung, Psychologie und das Verhalten der User auf Sites. Es geht darum, zu verstehen, wann wir den User konsequent und passend steuern können. Zu den anderen Slammern: Ich habe die Kolleginnen bisher noch nicht gehört, daher kann ich das nicht einschätzen. Freue mich aber auf neuen Input – jetzt nach der Stunde Null der DSGVO.

Michael Höcker ist Leiter der Online Marketing Strategie bei der Landwirtschaftsverlag GmbH in Münster. Diese gehört zu den zehn größten Medienunternehmen Deutschlands und ist der führende europäische Fachverlag für Agrarmedien. Das Thema seines Vortrags: „Facebook Algorithmus & Ads“.

Wie lange bist Du schon beim Landwirtschaftsverlag und was sind Deine genauen Tasks?

Michael Höcker: Ich bin bereits seit 2009 beim Verlag, mittlerweile als Leiter Online Marketing Strategie. Dort kümmere ich mich um folgende Dinge: Social Media Strategie und Advertising, Conversion Rate-Optimierung unserer Landing Pages, Durchführung von Online Marketing-Kampagnen sowie die permanente Analyse und Optimierung unserer digitalen Angebote.

Wie bist Du zu Facebook-Ads gekommen? Was ist Dein Background?

Michael Höcker: Angefangen hat alles 2012, als wir mit Facebook gestartet sind. Zu Beginn habe ich hier die Redaktion dabei unterstützt, die Strategie zu entwickeln. Parallel habe ich das Thema Advertising übernommen und seitdem viel getestet und gelernt. Heute gibt es bei uns keine Online Marketing-Kampagne ohne Social Ads mehr.

Was war Dein erfolgreichster Social Media-Beitrag beim Landwirtschaftsverlag?

Michael Höcker: Die inhaltliche Ausrichtung – also das Posten – übernehmen bei uns die Redaktionen. Unser viralster Beitrag erzielte eine organische Reichweite von über 18 Millionen. Ansonsten gewinnen wir über Online und Social Media, insbesondere Advertising, einen Großteil unserer Neukunden. Ich denke, das ist ein sehr wertvoller Beitrag im Segment Social Media.

 Was erwartet die Zuhörer bei Deinem Slam?

Michael Höcker: Ich werde mich mit dem Algorithmus beschäftigen und aufzeigen, wie dieser funktioniert und wie Inhalte entsprechend optimiert werden können. Darauf aufbauend gehen wir über zum Thema Advertising. Ich denke, es werden insgesamt echt gute Slammer vor Ort sein und freue mich schon sehr auf den Austausch.

Gesunder Energieschub für interessante Gespräche

Wo es um erfrischende Trends geht, darf einer auf keinen Fall fehlen: Martin Diekmann, der Erfinder von Ma-Tea, dem gesunden Wachmacher, wird ebenfalls vor Ort sein und Euch ausführlich erklären, warum Ma-Tea so gesund ist im Vergleich zu Energy Drinks – Kostprobe inklusive.

Interesse geweckt? Wer Lust hat, den Content Slam am 7. Juni in Düsseldorf live mitzuerleben, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen und sich von den spannenden Slams begeistern zu lassen. Hier geht es zur Anmeldung:


Tags: Content Slam

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