Skip to main content
LEWIS

von

Sarah Troska

Veröffentlicht am

April 15, 2020

Tags

In der PR ist kaum ein anderes Kommunikationsmittel so glaubwürdig wie eine Case Study. Häufig im B2B-Bereich für die PR eingesetzt, leisten Anwenderberichte zudem wertvolle Unterstützung beim Marketing und Vertrieb. Anstatt die eigenen Produkte und Dienstleistungen anzupreisen, lassen Unternehmen ihre Kunden zu Wort kommen. Diese erzählen, welche – meist positiven – Erfahrungen sie beim Einsatz der Produkte und Lösungen der Anbieter gemacht haben und wie diese sich auf ihr Geschäft auswirken.


Case Studies erzählen jeweils eine eigene Geschichte, was in der Kommunikation und im Marketing ein zentrales Element darstellt. Doch was macht Geschichten so erfolgreich? Zum einen sind sie etwas zutiefst Menschliches, denn jeder kennt und erzählt Geschichten. Zum anderen transportieren und lösen sie Emotionen aus und sind somit nachvollziehbar für den Leser. Bei einem Anwenderbericht ist dies besonders wertvoll, da die Leser, die er überzeugen soll, potenzielle Kunden sind. Durch eine gute Geschichte, die eine ungewöhnliche Perspektive hat, den Lesern einen Anknüpfungspunkt liefert und verdeutlicht, warum ein bestimmtes Unternehmen der beste Ansprechpartner für ein Projekt ist, erlangt dieses bei der PR-Arbeit gegenüber dem Wettbewerb klare Vorteile.

Gefragt ist der goldene Mittelweg

Eine Case Study beantwortet folgende Kernfragen: Was war das Problem? Wie wurde es gelöst? Was ist das Ergebnis? Der Leser erhält einen guten Überblick über die Vorteile und Funktionsweise der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens und wie der Kunde diese in der Praxis anwendet. Die Herausforderung bei der Erstellung eines solchen Artikels ist es, den goldenen Mittelweg zwischen einer ausschließlich positiven und einer sehr kritischen Berichterstattung zu finden. Damit der Anwenderbericht nicht zu aufgesetzt klingt, sollte er auch Schwierigkeiten und Hindernisse bei der Zusammenarbeit beleuchten, die das Unternehmen gemeinsam mit dem Kunden überwunden hat.

Eine solche Herangehensweise steigert neben der Glaubwürdigkeit zugleich die Authentizität des Unternehmens. Zudem können sich erfolgreiche Projekte, die in den Medien erscheinen, positiv auf das Image und den Bekanntheitsgrad auswirken. Auch der Vertrieb kann hieraus seinen Nutzen ziehen: Eine Erfolgsgeschichte eignet sich sowohl für die Neukundenakquise als auch für die Leadgenerierung. Außerdem profitieren die Kunden, die ihre Erfahrungen mit dem Unternehmen teilen, ebenfalls von klaren Vorteilen: eine positive Erwähnung in der Presse und eine Veröffentlichung in relevanten Medien.

Kleiner Aufwand mit großer Wirkung

Damit der jeweilige Kunde keinen zu großen Aufwand leisten muss, werden im Rahmen der Erstellung des Anwenderberichts zuerst alle möglichen Informationen über das gemeinsame Projekt bei dem beteiligten Unternehmen eingeholt. Ein rund zwanzigminütiges Interview gibt einen guten Einblick in die Aufgabenstellung und Anforderungen des Kunden, die erarbeiteten Lösungswege und die Vorteile, die aus der Zusammenarbeit entstanden sind. Die Erfahrungen des Kunden mit dem besagten Unternehmen sollten in einer Case Study natürlich nicht zu kurz kommen. Diese werden daher in einem kurzen Interview abgefragt. Wenn alle verfügbaren Informationen vorhanden sind, folgt die Texterstellung. Sobald der Anwenderbericht fertig ist, geht er zur Freigabe an das Unternehmen und den Kunden. Bestenfalls stellen beide Parteien zudem anschauliches und aussagekräftiges Bildmaterial von der Implementierung der Lösung bereit. Im nächsten Schritt kann die Case Study ausgewählten und relevanten Fachmedien angeboten werden, um eine Platzierung in den gewünschten Medien zu erzielen.

Case Studies sind ein wertvolles Tool, um potenziellen Kunden die Unternehmensleistungen anhand von Praxisbeispielen zu verdeutlichen. Für beide Parteien, sowohl für das Unternehmen als auch für den mitwirkenden Kunden, stellt ein solcher Artikel eine Win-win-Situation dar: Beide werden durch eine anschauliche Geschichte positiv in relevanten Fachmedien erwähnt und ziehen somit die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe auf sich.

Kontakt