von

Sascha Blasczyk

Veröffentlicht am

Februar 17, 2026

Es gibt Abende, an denen spürt man schon nach wenigen Minuten, dass die Mischung stimmt. Unser Editorial Dinner am Vorabend der Munich Cyber Security Conference (MCSC) war genau so ein Abend.


Im MURAL Restaurant mit seinem urbanen, industrial-chic Ambiente durften wir eine ausgewählte Runde von Kommunikationsverantwortlichen begrüßen. Eine exklusive Mischung aus IT- und Cybersecurity-Unternehmen, Cloud-Hyperscalern, Versicherungen sowie IT- und Digitalberatungen. Unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Geschäftsmodelle, aber ein gemeinsames Interesse: Wie kommunizieren wir digitale Souveränität und IT-Sicherheit glaubwürdig, realistisch und verantwortungsvoll? 

Ein Thema, das verbindet

Digitale Souveränität ist längst kein Schlagwort mehr, sondern operative Realität. Regulatorische Entwicklungen wie NIS2, CRA oder EUCS, geopolitische Spannungen und die wachsende Sensibilität für Abhängigkeiten in digitalen Lieferketten stellen Unternehmen vor ganz konkrete Herausforderungen. Und zwar technisch, organisatorisch und kommunikativ. Kommunikativ bedeutet in diesem Kontext weit mehr als eine angepasste Messaging-Linie. Es geht um belastbare Narrative statt Schlagworte. Um die Fähigkeit, regulatorische Anforderungen präzise einzuordnen und ihre Auswirkungen klar zu erklären – für Kunden, Partner, Medien ebenso wie für politische Stakeholder. 

 Mit Thomas M. Kuhn, Technologie-Redakteur der WirtschaftsWoche, hatten wir einen Impulsgeber an Bord, der das Thema mit journalistischer Distanz und analytischer Schärfe eröffnete. Seine Thesen waren ein gedanklicher Rahmen – nicht als Provokation, sondern als Einladung zum Weiterdenken. 

Genau dieser Gedanke prägte den weiteren Abend. 

Austausch auf Augenhöhe

Was mich persönlich besonders gefreut hat: Die Gäste knüpften unmittelbar an die Impulse an, teilten Erfahrungen aus ihrem Alltag, berichteten von Kundenanforderungen und realen Zielkonflikten zwischen Compliance, Wirtschaftlichkeit und Innovationsdruck. Gerade für uns in der Kommunikation zeigt sich hier, wie zentral unsere Rolle geworden ist. Wir müssen Erwartungen realistisch einordnen, unterschiedliche Interessen zusammenführen und Orientierung geben. Und zwar so, dass Vertrauen entsteht. Nach innen wie nach außen. 

Die Erfolgsformel – bewusst kuratiert

Rückblickend lässt sich der Abend auf eine einfache, aber wirkungsvolle Formel bringen: 

Wenn man die richtigen Menschen an einen Tisch bringt und ihnen Raum gibt, entsteht Qualität ganz von selbst. 

 Für mich als Managing Director Technology bei TEAM LEWIS war dieses Dinner jedenfalls mehr als eine Begleitveranstaltung zur MCSC. Es war ein bewusst geschaffener Raum für Vertrauen, Austausch und strategische Einordnung, gerade in einem Umfeld, das häufig von Schlagzeilen und Zuspitzungen geprägt ist. 

Die sehr positive Resonanz bestärkt uns darin, dieses Format weiterzuführen. Denn der Bedarf an geschützten Dialogräumen für Kommunikationsverantwortliche wächst. Und wir möchten auch künftig Plattformen schaffen, die verbinden statt polarisieren. 

Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für diesen besonderen Abend, Thomas M. Kuhn für seine klugen Impulse und allen Beteiligten bei TEAM LEWIS für die großartige Organisation.