von

Sabine Stockhausen

Veröffentlicht am

October 25, 2010

Tags

Foursquare, Social Media, Social Network


So schnell kann’s gehen: Drei Tage Urlaub und die hart umkämpfte Mayorship-Krone schmückt einen Arbeitskollegen. Mittlerweile checken einige Kollegen in der Agentur regelmäßig bei Foursquare ein. Das wohl bekanntesten Location Based Social Network hat nach eigenen Angaben weltweit rund 30 Millionen Nutzer – allein im letzten Jahr hat sich die Zahl der Nutzer damit verdoppelt. Allen voran dabei in den USA. In Deutschland kommt das Netzwerk hingegen nicht wirklich aus dem Quark. Aber warum? Längst ist Foursquare mehr als nur eine App, mit der ich Bürgermeister meiner Lieblingskneipe werden kann. Spätestens mit dem Update der App im April ist das soziale Netzwerk eine Suchmaschine für lokale Sehenswürdigkeiten und Restaurants geworden. Neben einem neuen Design gibt es nun einige interessante neue Features für die User. Etwa die Suche in Tipps oder Empfehlungen wie “Places people like to go after”. Wer über Foursquare beispielsweise nach einem Café sucht, erhält personalisierte Ergebnisse, die eigene Vorlieben und die der Freunde mit einbinden. Ein Punkt, bei dem man Qype oder TripAdvisor voraus ist. Aber welchen Nutzen bietet Foursquare für Unternehmen? Gerade von deutschen Unternehmen wird der Mehrwert dieses standortbezogenen Netzwerks noch nicht erkannt, dabei kann man ohne eigenes Zutun Werbung für sich machen lassen. Loggt sich ein Foursquare-User in dem eigenen Geschäft, Restaurant oder Unternehmen ein, so sehen das seine Freunde. Zusätzlich kann er es auf Facebook oder Twitter teilen und erhöht damit nochmal die Reichweite. Auch wenn der Nutzer einen Kommentar hinterlässt, wird es seinen Freunden angezeigt. Screen Shot_AppWer als Unternehmer selbst aktiv werden möchte, der kann eine Unternehmensseite erstellen und sogar noch einen Schritt weiter gehen und Specials anbieten. Unternehmen wie Vapiano oder Starbucks tun das schon längst. Wer beispielsweise den Mayor-Titel für eine der Vapiano-Filialen besitzt, bekommt einen Gratis-Kaffee. Auch bei Starbucks gibt es nach einer gewissen Anzahl von Check-ins eine Kaffeespezialität aufs Haus. Angebote wie diese richten sich jedoch nicht an Schnäppchenjäger sondern sind vielmehr eine Art Loyalitätsprogramm und bieten gute Chancen neue Kunden zu gewinnen oder Stammkunden zu binden, erklärt der Vice President von Foursquare in der aktuellen Ausgabe der Lead Digital.
Auch auf Messen ist das Netzwerk eine gute Möglichkeit mehr Traffic auf den Messestand zu locken. Besuchern, die sich am Stand einloggen, kann man beim Check-In ein Werbegeschenk anbieten oder unter allen eingeloggten Besuchern einen Gewinnspiel veranstalten, das am Messeabend ausgelost wird. Die Unternehmen können schließlich über ein Dashboard sehen, wie viele Kunden sich eingecheckt haben, um welche User es sich handelt und wie lange sie sich aufhalten. Fazit: Für regional tätige Unternehmen mit Kundenverkehr wie Restaurants, Museen und Geschäften aller Art bietet der Dienst eine günstige Möglichkeit neue Kundenströme zu erschließen. Aber auch für Events lohnt es sich, einen Ort auf Foursquare zu erstellen und den Usern einen Mehrwert in Form eines Giveaways zu geben. Noch werden diese Möglichkeiten nur wenig genutzt, weshalb man sich mit wenig Aufwand leicht von seinen Mitbewerbern abheben kann. Letztendlich ermöglichen es die Daten dem Unternehmen auch sein Angebot dem Bedarf der Nutzer anzupassen.Screen Shot Website_10.18.34 AMAuch mir hat Foursquare schon den einen oder anderen Geheimtipp offenbart. Insbesondere bei Städtetrips ist das Netzwerk für mich nicht mehr wegzudenken. Wenn man mich also fragt, ob es sich auch weiterhin lohnt um den Mayor-Titel zu kämpfen, so gibt’s von mir ein klares Ja.

Weitere interessante Foursquare-Kampagnen:

https://foursquare.com/lufthansa

http://www.crowdmedia.de/foursquare-kann-funktionieren-ein-blick-nach-nyc/

 

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