von

Bettina Greiffer

Veröffentlicht am

October 19, 2015

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Endlich ist es so weit. Ganz aufgeregt bin ich, wenn ich daran denke, wie viele Jahre ich sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet. Wie viele Sekunden, Minuten, ja Stunden ich verzweifelt vor meinem Facebook-Account saß und nicht wusste, wie ich meine Gefühle nur richtig ausdrücken soll. Die Qualen haben ein Ende: Mark Zuckerberg schenkt uns den „Gefällt-mir-nicht“-Button.


Mal im Ernst: Die Frage, ob wir diesen Button brauchen oder nicht, stellt sich im Prinzip nicht. Der Button wird kommen, und eine weitere Möglichkeit, auf Posts, Themen und Diskussionen angemessen zu reagieren, ist im Prinzip nichts Schlechtes – solange sie nicht für derbe „Späße“ missbraucht wird.

Ein Meilenstein der Geschichte? Fraglich. Zumal es in der Social-Media-Historie ganz andere Errungenschaften gab, die unsere Begeisterung viel mehr hinterm Ofen hervorgelockt haben. Hier sind meine ganz persönlichen fünf Highlights:

  • Wie alles begann: das Usenet

Kaum vorstellbar, aber die ersten Wurzeln für Social Media Kanäle reichen bis 1979 zurück: Damals (ja, sogar noch vor der Entwicklung des WWW) entwickelten Tom Truscott, Steve Bellovin und Jim Ellis in den Vereinigten Staaten das Usenet. Das weltweite elektronische Netzwerk stellte sogenannte Newsgroups, nicht mehr und nicht weniger als thematische Foren, zur Verfügung, an denen grundsätzlich jeder teilnehmen konnte.

  • Chat 1.0

Daumen hoch für CompuServe. Der Internetdienstanbieter pflasterte in den 80er Jahren den Weg für den Echtzeit-Chat. ICQs und Skypes dieser Welt: Verneiget die Häupter!

  • #Hashtag

„Der Hashtag, ja den hat der Herr Twitter erfunden.“ Keineswegs!  Schon das Chatsystem IRC (Internet Relay Chat) nutzte das beliebte Doppelkreuz, um Nachrichten und Bilder thematisch zu bündeln, und das ebenfalls bereits in den 80ern. #GuteIdee, würde ich sagen. Ob Twitter, Instagram und Facebook auch alleine darauf gekommen wären…?

  • Kenn ich nicht. Ich schaue schnell bei Wikipedia nach

Ja, Wikipedia ist keine sichere Quelle. Ja, da kann jeder seinen Senf abgeben. Ja, es mag sein, dass manche Wikipedia nutzen, um sich im rechten Licht darzustellen. Na und? Seien wir ehrlich: Es ist einfach zu unfassbar praktisch, dort fix Informationen jeder Art einzuholen. Stets bedacht und hinterfragend, versteht sich. 2001: Ein guter Start in das Social-Media-Jahrtausend.

  • FacebookYouTubeTwitterInstagramPinterestVine

Was soll man sagen. Wer bei dieser schier unerschöpflichen Flut an Portalen für sich nichts findet, ist vielleicht doch mit Briefpapier besser bedient. Und für alle anderen: Postet und teilet Informationen, Bilder und Videos. Vielleicht nicht unbedingt ständig, sondern wenn relevant. Nutz die Chancen, zu kommunizieren und verleiht Eurem Gefallen Ausdruck! Und Eurem Nicht-Gefallen natürlich jetzt auch.

Wie steht ihr dazu, teilt uns eure Meinung mit ? Gefällt euch oder gefällt euch nicht?

Wir hoffen natürlich, euer Like zu bekommen:

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