von

Veronika Blieb

Veröffentlicht am

April 1, 2014

Tags

Social Media


Natürlich kursierten auch am 1. April 2013 etliche Aprilscherze durch das Web. Google war gleich mit mehreren Ideen am Start. So verwirklicht der Suchmaschinenriese zum Beispiel mit Google Nose angeblich den schon lange gehegten Traum, Gerüche über das Internet zu suchen und zu vermitteln. Einfach auf den Google Smell Button geklickt und schon gelangt der Geruch eines nassen Hundes oder von duftenden Rosen in die Nase des Surfers.

Bei Twitter sollen Vokale neuerdings fünf US-Dollar pro Monat kosten. Wer diese nicht aufbringen möchte, nutzt in der Basisversion Twttr ganz einfach den Buchstaben „Y“ als Ersatz. Und auch YouTube mischt munter mit und hat seine wahre Mission aufgedeckt. Seit Gründung vor acht Jahren sammele man nun schon Eingänge für den versteckten Wettbewerb „Das beste Video aller Zeiten“.

Teilnehmer sind automatisch alle hochgeladenen Videos. Der Gewinner wird übrigens erst 2023 verkündet – schließlich steht die Jury vor einer Herkulesaufgabe – im Schnitt werden pro Minute 72 Stunden Videomaterial hochgeladen. Firmen wie Google sind bereits seit Jahren dafür bekannt, ihrer Fantasie an diesem Tag im Jahr freien Lauf zu lassen. Die Fangemeinde wartet schon regelrecht darauf!

Das Video über den angeblichen Wettbewerb von YouTube erreichte innerhalb weniger Stunden 6.665.138 Aufrufe. Betrachtet man diese Aktionen unter PR-Gesichtspunkten erweisen sie sich als interessantes Phänomen. Vor allem über das Social Web versuchen sich immer mehr Unternehmen mit dem Instrument des Aprilscherzes als witzig, jung, innovativ und dynamisch abzusetzen. Insbesondere für große Firmen ist es die Gelegenheit, sich nicht nur als gesichtsloser und unnahbarer Gigant zu zeigen, sondern sich bei Kunden und jungen Talenten als Topadresse mit Spaß bei der Arbeit zu positionieren. Getreu dem Motto – wer gemeinsam lacht, schafft mehr. Vor allem mehr Kundenbindung – wer eine Marke sympathisch findet, bleibt ihr länger treu. Der Aufbau einer emotionalen Bindung zwischen Marke/Produkt und Konsument zahlt sich aus. Denn loyale Kunden sind in der Regel die besten Botschafter für ein Unternehmen. Beispiele für misslungene Aprilscherze gibt es natürlich auch. So gab zum Beispiel letztes Jahr der israelische Marine-Chef kurzfristig den Befehl für ein zehntägiges Manöver aus und ließ die Soldaten eine Nacht lang alles vorbereiten, bevor er die Aktion als Scherz auflöste.

Das dürfte Konsequenzen gehabt haben. Weitere Beispiele hat Spiegel Online zusammengefasst. Neben den allgemein üblichen Umgangsregeln für ein friedliches Miteinander haben sich folgende Tipps für einen gelungen Aprilscherz bewährt:

  1. Die Idee sollte thematisch zum Unternehmen passen und vor allem aus Kundensicht unterhaltsam sein.
  2. Die richtige Mischung aus Wunschtraum, Absurdität und Realität macht einen gelungenen Aprilscherz aus. Aktuelle Anlässe bieten oft einen guten Aufhänger.
  3. Etwas fürs Auge bieten! Videos, lustige Bilder oder Animationen gehören inzwischen zum Standard.
  4. Den Scherz rechtzeitig auflösen! Jedem Leser, Hörer oder Zuschauer sollte spätestens nach ein paar Minuten klar werden, dass es sich um einen Scherz handelt.

Volltreffer oder Reinfall? Oft liegt nur ein schmaler Grat dazwischen.

 

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