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Pressemitteilung

Veröffentlicht am

October 25, 2018

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Die Kommunikation wird mehr und mehr digital. Das ist so sicher wie das sprichwörtliche Amen in der Kirche – vor Kurzem erst hat uns Richard Gutjahr dies in München mit einem spannenden Statement erneut vor Augen geführt. Was das für uns als Kommunikationsexperten bedeutet, darüber gibt es umfangreiche Diskussionen. Eine Erkenntnis daraus in aller Kürze: Es wird sich vieles ändern, und wir müssen am Ball bleiben.

Wenn ich damit dem einen oder anderen Traditionalisten schon die ersten Perlen Angstschweiß auf die Stirn getrieben habe – hier kommt noch mehr: Die Kommunikation wird nicht nur digital. Sie lernt auch laufen. Online ist man inzwischen nicht mehr nur an stationären Terminals oder Desktop-PCs, sondern dank Smartphone und Co. überall. Mobiler Internetzugang ist Alltag. Wie selbstverständlich das Internet für unterwegs mittlerweile ist, zeigt unter anderem die stetig wachsende Nachfrage nach mobilen Datendiensten im privaten Bereich. Das gleiche gilt im Geschäftsumfeld, wie beispielsweise die aktuelle Studie unseres Kunden Citrix zeigt – kaum ein Unternehmen will noch auf mobile Arbeitsformen verzichten. Und zwar nicht hauptsächlich, weil sie sich das selbst so ausgedacht haben – die Mitarbeiter haben sich an ihre Gadgets inzwischen ganz einfach so sehr gewöhnt, dass sie anders nicht mehr arbeiten möchten als mit Tablet, Smartphone und Co. Wer jetzt glaubt, das Thema mobiles Internet sei eine Generationenfrage, der irrt. Aktuelle Zahlen der BITKOMzeigen, dass verstärkt auch die älteren Generationen zum Smartphone greifen. Und die Datenbrille Google Glass sorgt bereits einige Zeit vor ihrer geplanten Markteinführung für Wirbel – sogar ein eigenes Schimpfwort hat die Internetbrille bereits provoziert. Digital und mobil sind also nicht mehr zu trennen, künftig werden immer mehr Menschen in noch stärkerem Umfang als bisher ständig und überall online sein. Wir haben es dann folglich nicht mehr nur mit 340 Sextillionen möglichen Stimmen im Netz zu tun – die Menschen dahinter sind auch überwiegend mobil. Was aber bedeutet das für die digitale Kommunikation? Aus meiner Sicht sind zwei große Aspekte wichtig. Der eine ist natürlich die Technik selbst. Wir müssen uns damit auseinandersetzen und sie verstehen. Als Konsequenz sind wir gut beraten, unsere Maßnahmen auch daraufhin abzuklopfen, ob sie auf mobilen Endgeräten funktionieren. Bilder und Grafiken, die sich in nie gesehenem Detailreichtum ergehen, dabei aber einfach zu schwer für die Übertragung per Handy werden, verfehlen vermutlich ihr Ziel. Auch die althergebrachten Bildformate, die sich an den Maßen gängiger PC-Bildschirme und Website-Normen orientieren, sollten zumindest von zusätzlichem Content mit Smartphone-Formfaktor ergänzt sein. Und warum es vergebliche Liebesmühe ist, eine aufwändig animierte Infografik im Flash-Format speziell für iPad-Nutzer zu erstellen, sollte man dann in unserer Branche niemandem mehr erklären müssen. Sind die technischen Hürden genommen, bietet sich ein weites Feld neuer Chancen. Das ist der zweite Aspekt: Die schier grenzenlose Mobilität macht ganz andere Formen der Kommunikation möglich als bisher. Wenn wir es richtig anstellen und über den Tellerrand schauen, bringen wir unsere Botschaften direkt in die Jackentaschen unserer Zielgruppe. Wir können so auch viel direkter auf den jeweiligen Kontext eingehen, in dem sich unser Gegenüber befindet. Speziell auf mobile Endgeräte ausgerichtete Aktionen machen sich zum Beispiel die Tatsache zu Nutze, dass Smartphones und Tablets Ortsdaten sammeln und somit wissen, wo genau sie sich befinden. Botschaften, die nur im Zusammenhang mit einem bestimmen Ort Sinn ergeben, sind so ganz zielsicher an den Konsumenten zu bringen. Ein anderes Beispiel ist eine Aktion von Pepsi, (via @gutjahr): Ein Getränkeautomat spendiert gratis Pepsi-Dosen, wenn man die Marke per Smartphone bei Facebook liked. Die Gadgets der Konzertbesucher waren dabei von Anfang an als fester Bestandteil in die Aktion eingeplant. Zwei von vielen möglichen Beispielen, die zeigen: Mobiles Internet bietet zwar einige neue Fettnäpfchen, die es zu vermeiden gilt. Allerdings eröffnen sich für uns als Kommunikationsexperten noch viel mehr spannende Wege, gute Geschichten zu erzählen. Wie sehen Sie den Einfluss von Mobilität auf die PR? Oder kennen Sie vielleicht weitere interessante Beispiele für mobile Kommunikation?

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