von

LEWIS

Veröffentlicht am

October 18, 2018

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Der alte Bismarck hat damals seinen Laden noch mit „Zuckerbrot und Peitsche“ am Laufen gehalten, doch mit einem solchen Führungsstil käme er heute nicht mehr weit. Allein schon die Generation Y und der allseits präsente Fachkräftemangel würden ihm einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen.


Zuckerbrot ist heute angesagt, am besten mit einem dicken Eurozeichen oben drauf! Aber interessanterweise sind sich hier die Experten einig: Gehaltserhöhungen eignen sich nur sehr bedingt als Motivationsspritze für die Kollegen. Denn sie gewöhnen sich ziemlich schnell daran und fragen genauso schnell nach der nächsten. Doch an dieser Gehaltsspirale wollen und können (leider) nur die wenigsten Unternehmen drehen. Nun sind aber gerade im Agenturleben motivierte Mitarbeiter gefragt. Denn als Dienstleister sollten wir alle Spaß an der Arbeit haben, ansonsten vergraulen wir auch irgendwann unsere Kunden. Aus diesem Grund sollte jeder, der Führungsverantwortung inne hat, sich immer wieder vor Augen führen, dass er auch eine gewisse „Motivationsverantwortung“ trägt. Hier eine kleine Erinnerung an einige wichtige Punkte:

  1. Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass den Teammitgliedern erreichbare Ziele gesetzt werden. Das hilft bei der persönlichen Weiterentwicklung und sorgt gleichzeitig für regelmäßige Erfolgserlebnisse. Wichtig hierbei ist, dass die Mitarbeiter in die Zielsetzung einbezogen werden. Erwartungen sollten klar formuliert und in regelmäßigen Feedbackschleifen überprüft werden.
  2. Festgelegte Ziele sollten aber nicht als zu enges Korsett geschnürt werden! Denn jeder Mitarbeiter wünscht sich neben der nötigen Hilfestellung von Vorgesetzten auch Freiräume und Eigenverantwortung. Wer mag schon bevormundet werden. Räumen Sie deshalb Ihren Mitarbeitern genügend Freiheit ein, ihren Alltag selbst zu gestalten. Flexible Arbeitszeiten, Home-Office-Tage und Rückzugsmöglichkeiten aus Großraumbüros sind äußerst effektive Hebel zur Verbesserung des Wohlbefindens.
  3. Zudem sollten Sie darauf achten, Ihre Kollegen in Entscheidungen einzubeziehen und über wichtige Ereignisse rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Denn diese Transparenz erhöht die Identifikation mit dem Unternehmen und demonstriert Wertschätzung der Kollegen.
  4. Motivation benötigt häufig auch Selbstvertrauen. Deshalb sollte es für jeden mit Personalverantwortung auch selbstverständlich sein, dein Kollegen mit Respekt und Anerkennung gegenüber zu treten. Loben Sie Ihre Mitarbeiter, und zwar regelmäßig – nicht jedoch um jeden Preis! Es darf sich kein Automatismus einschleichen nach dem Motto „Lob um des Lobes willen“. Es muss auch wirklich ernst gemeint sein konkret auf die Leistungen eingehen.

Sicherlich hilft die Orientierung an diesen Tipps dabei, die Stimmung im Team zu verbessern. Wer jetzt aber glaubt, allein damit die Frage nach dem Geld ersticken zu können, befindet sich dennoch auf dem Holzweg. Denn Lob kann man nicht essen und Transparenz schafft kein Dach über dem Kopf. Eine faire Bezahlung ist deshalb ein Muss – auch als wichtige Form der Wertschätzung. Ist diese Basis geschaffen und werden oben genannte Punkte berücksichtigt, dann klappt es auch mit dem Spaß an der Arbeit.

 

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