von

LEWIS

Veröffentlicht am

October 17, 2018

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Seit gut drei Monaten bin ich also zurück aus der 18-monatigen Babypause und arbeite wieder für so manche Kampagne von früher. Und doch ist natürlich alles ganz anders, wenn man zwei kleine Kinder zuhause hat. Mein erstes Zwischenfazit zum Wiedereinstieg ins Agenturleben fällt jedenfalls anders aus als vorher vermutet. Die größte Hürde ist natürlich das Ergattern eines Krippenplatzes. Trotz Zwillinge hatte ich das Riesenglück sogar städtisch geförderte Plätze zu bekommen. Mehrlinge scheinen in unserer Einrichtung recht beliebt: Die 12-köpfige Gruppe besteht zur Hälfte aus Zwillingen!

Insgesamt stimmt die Work-Life-Balance

Den emotionalen Spagat zwischen Arbeit und Muttersein hatte ich mir viel belastender vorgestellt. Jetzt finde ich genau den Rollenwechsel und die Abwechslung so reizvoll. Positiv überrascht hat es mich außerdem, dass ich die letzten Monate sogar weniger gestresst war als früher: Das mag wohl zum einen daran liegen, dass Zwillinge per se ein gutes Belastungstraining sind. Zum anderen daran, dass sich der Stress, den zwei trotzende Kleinkinder verursachen ganz anders anfühlt, als eine ellenlange To-Do-Liste in der Arbeit. Bei mir jedenfalls ergänzt sich das recht gut und hält die Belastung insgesamt auf einem guten Niveau. Leider gibt es vor allem jetzt im Winter eine Hürde, die nicht so leicht zu nehmen ist und an die ich vor dem Wiedereinstieg nicht wirklich gedacht habe: Krippenanfänger kränkeln ziemlich oft. Je nach Kind sind 12-16 Infekte pro Jahr normal. Die meisten erstrecken sich dabei auf die kalte Jahreszeit. Sobald das Kind fiebert, ist die Krippe natürlich tabu und man fällt gezwungenermaßen in der Arbeit aus oder man hat Verwandte, die aushelfen. Da unsere Familien 300 bzw. 5.000 Kilometer entfernt leben, können wir leider nicht auf deren Unterstützung zählen. Und auch wenn man für solche Fälle noch einmal Geld in die Hand nimmt für einen Babysitter, müssen da natürlich auch die Kinder mitspielen. Das tun sie bei uns (noch) nicht. Das heißt, durch diesen ersten Winter müssen wir jetzt irgendwie durch. Danach – so versicherten mir andere Mütter – wird es besser.

Flexibilität auf allen Seiten

Absolut hilfreich ist es derzeit für mich, dass sich mein Mann und ich abwechselnd zuhause um die Kleinen kümmern, wenn sie mal wieder einen Infekt eingefangen haben. Und LEWIS ermöglicht mir eine weitere gute Alternative: Eine gewisse Anzahl von Home-Office-Tagen für den Notfall. So kann ich zuhause per VPN-Anschluss arbeiten, während der kleine Patient Mittagsschlaf macht und noch mal am Abend, wenn die Kinder im Bett sind. Das geht aber nur bei reduzierten Stunden. Ein Acht-Stunden-Tag lässt sich so eher nicht stemmen. Voraussetzung ist auch, dass das kranke Kind tatsächlich schlafen kann und nicht permanent getröstet werden muss. In solchen Fällen hilft alle Flexibilität nichts, man muss sich zuhause ganz dem Kind widmen.

 

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