Jutta Deuschl Experting für Employer Branding

von

Jutta Deuschl

Veröffentlicht am

October 25, 2018

Tags

Content, Content-Strategie


Duell zwischen Merkel und Steinbrück gesehen? Wenig überraschend, dass beide professionell vorbereitet waren. Ob die Schlandkette der Kanzlerin (die sie ja schon zuvor 2009 bei ihrer Wiederwahl trug) allerdings in dem Bewusstsein gewählt wurde, dass sie für ein extra Quantum Aufmerksamkeit, ja gleich einen eigenen Twitter-Account, sorgen würde? Ein schönes Beispiel dafür, wie ein Detail von den eigentlichen Botschaften ablenken kann. Zum Glück gab es im Fall des Kanzlerduells und angesichts der Wichtigkeit der bevorstehenden Wahlen genug professionelle Beobachter, die den eigentlichen Inhalt analysiert und kommentiert haben. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie hätten da anstelle der Kanzlerin gesessen (naja, es muss ja nicht gleich ein Fernsehduell mit Stefan Raab und Anne Will als Interviewer sein). Und statt um Politik wäre es um Pläne für Ihr Unternehmen gegangen.

Welche Schlandkette – metaphorisch gesprochen – hätte von Ihrer Story abgelenkt? Das Phänomen ist nämlich kein seltenes. Ganz vermeiden lässt es sich nicht, aber es gibt ein paar goldene Regeln, wie die Aufmerksamkeit in der richtigen Spur bleibt.

 

Analysieren Sie Ihre Zielgruppe und definieren Sie, was Sie zu sagen haben, was diese Menschen tatsächlich interessiert. Je besser Ihr Content den Nerv trifft, desto geringer ist die Gefahr, dass sich Zuhörer (oder Leser) einen einzelnen Aspekt herausgreifen und im schlimmsten Fall zerpflücken.

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Es reicht nicht, einmal eine gute Story zu entwickeln. Es braucht eine langfristig angelegte Content-Strategie, einerseits um über Kontinuität für Glaubwürdigkeit zu sorgen, andererseits um unterschiedliche Untergruppen innerhalb der Zielgruppe zu berücksichtigen. Im B2B-Umfeld könnten das beispielsweise verschiedene Schwerpunkte für Unternehmensleitung, Einkauf und Fachabteilung sein. Sie alle haben unterschiedliche Herausforderungen und informieren sich über unterschiedliche Kanäle. Nehmen Sie diese Informationen als Grundlage, um eine Themenmatrix aufzubauen: Mit welchem Content erreichen Sie wen und über welche Medien?

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Lesen Sie, was andere schreiben – in traditionellen Medien, aber vor allem auch in sozialen Kanälen. Denn hier zeigt sich schnell, welche Themen die Gemüter erhitzen und wo mit Querschüssen zu rechnen ist. (Erinnern wir uns an Merkel und ihr #neuland – seit dem NSA-Skandal wird jeder Satz der Kanzlerin in Richtung Internet auf die Goldwaage gelegt.)

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Suchen Sie die richtigen Kanäle aus, um Ihren Content zu verbreiten. Ihre größten Konkurrenten sind nicht Ihre Branchenwettbewerber, sondern die Abertausenden von Geschichten, die täglich ins Netz gestellt werden: Lustiges, Unterhaltsames oder Kurioses, das die Aufmerksamkeit von Lesern und Zuhörern bindet. So wie die Nonsense-Idee @schlandkette: Mehr als 7.300 Follower in weniger als 24 Stunden zu gewinnen, würde die meisten Kommunikatoren sehr glücklich machen!

 

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