Der TEAM LEWIS 2025 CMO Report ist da – mit einer klaren Botschaft: Marketingverantwortliche stehen vor einigen ernsthaften Veränderungen. In nur zwölf Monaten haben wir mutige Fortschritte bei künstlicher Intelligenz (KI), steigenden Budgetdruck und stärkere Spannungen zwischen Marketing- und Einkaufsteams erlebt.
Was hat sich seit letztem Jahr wirklich verändert? Und worauf sollten CMOs und Agenturen jetzt besonders achten?
KI: Vom Buzzword zum Schlachtfeld
Im Jahr 2024 war KI für viele Marketer:innen noch ein Thema, das sie „umkreisten“ – viel Interesse, wenig Umsetzung. Dieses Jahr hat sich das Blatt gewendet. Immer mehr CMOs sagen, dass sie KI aktiv einsetzen, und fast 70 Prozent sind begeistert von ihrem Potenzial. Aber Begeisterung bedeutet nicht Einfachheit. Fast jeder Zweite gibt zu, dass KI auch eine Stressquelle ist – doppelt so viele Personen wie im Vorjahr.
CMOs stehen unter Druck, KI schnell zum Erfolg zu führen. Was einst ein glänzendes Konzept war, ist jetzt ein echter Wettbewerbsvorteil.
Die Wirtschaft steht im Fokus
Erstmals ist wirtschaftlicher Druck wichtiger als der Wettbewerb am Markt. Fast die Hälfte der CMOs nennt die Wirtschaft (Zölle, Lieferkettenprobleme, Budgetkürzungen) als größte Herausforderung.
Die Mehrheit sagt, schrumpfende Budgets bremsen ihre Teams aus, und 39 Prozent setzen auf Kosteneinsparungen und digitale Transformation, um überhaupt zu bestehen. Das Fazit: Marketer:innen sollen mehr mit weniger erreichen, wodurch der Druck steigt.
Spannungen im Einkauf am Wendepunkt
Die Unsicherheit zwischen CMOs und dem Einkauf ihres Unternehmens ist jetzt ein größeres Problem. Nur 15 Prozent der CMOs fühlen sich wohl dabei, Agenturentscheidungen dem Einkauf zu überlassen, ohne selbst stark involviert zu sein – ein deutlicher Rückgang gegenüber 2024.
Die Frustration wächst auf beiden Seiten und die Prozesse schaden den Beziehungen zu Agenturen. Fast die Hälfte der CMOs sagt, alles dauert einfach zu lange. Immer mehr Marketingverantwortliche wollen die Kontrolle zurückgewinnen. Die Kluft zwischen Marketing und Einkauf wird größer.
Investitionsprioritäten splittern sich auf
Das Bild beim Budget ist gemischt: 31 Prozent der CMOs berichten von Kürzungen, während 60 Prozent der Einkaufsprofis glauben, dass die Ausgaben steigen. Klar ist: Die Prioritäten verschieben sich. Content-Marketing und Paid Search bleiben im Fokus. Eventmarketing – besonders in der APAC-Region – erlebt einen starken Rückgang, nur 8 Prozent investieren noch.
CMOs tracken zudem mehr Kennzahlen als je zuvor, im Schnitt fünf KPIs pro Person. Jeder Euro wird geprüft, Performance Reporting ist wichtiger denn je.
Fazit
2025 ist nicht einfach eine Fortsetzung der Trends von 2024. Das Jahr ist ein klarer Wendepunkt für Marketingverantwortliche. KI ist nicht mehr optional. Budgets sind knapper. Interne Missverständnisse bremsen den Fortschritt. Der Druck, schneller zu agieren, klüger zu arbeiten und Mehrwert zu beweisen, war nie größer.
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