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Veröffentlicht am

October 23, 2018

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Digitale Kommunikation, Tourismus


Reisen damals und heute – fuhren meine Eltern noch in den 80er Jahren mit einem alten Ford Fiesta zum Reisebüro, buche ich heute bequem meinen Urlaub im Internet. Anbieter wie die Urlaubspiraten, Trivago, HRS oder AirBnB machen das Buchen von komfortablen Reisen zum Schnäppchenpreis einfach. Meine Großmutter, die auch nach wie vor das Reisebüro ihres Vertrauens wie einen Tante-Emma-Laden schätzt, hat selbst mit ihren 75 Jahren die Vorzüge des Internets für sich entdeckt.

Doch wie sieht der Reisetrend für die Zukunft aus?  Der demografische Wandel sowie die Digitalisierung in unserer Gesellschaft haben den Tourismus verändert – und tun es auch weiterhin. Der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) sieht die mobile Internetnutzung als wichtigsten Trend der Tourismusbranche. Eine auf dem VIR Online Summit 2014 vorgestellte Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) und der GfK zeigt, dass mittlerweile 9 von 10 Internetnutzern sich zu ihrer Reise gezielt im Web informieren, jede dritte Reise wird auch gleich im Internet gebucht. Zunehmend wichtiger wird auch das Social Web. Rund 36 Prozent teilten ihre Reiseerlebnisse über soziale Netzwerke wie Blogs, Foto- oder Videoplattformen. Dabei sind soziale Netze längst nicht mehr nur etwas für junge Leute: Auch 24 Prozent der 60- bis 70jährigen teilen ihre Urlaubsaktivitäten über das Internet. Ein weiterer Trend im Tourismus ist die Nutzung mobiler Endgeräte: 37 Prozent der Internetnutzer suchen auf dem Smartphone nach Reiseinfos. Der einfache Zugriff auf Informationen macht Reisende preissensibler und anspruchsvoller. Die daraus resultierende Erwartung ist paradox: Am liebsten schnell, spontan, flexibel, und luxuriös möchte man heute verreisen – zum Schnäppchenpreis versteht sich.

Die anspruchsvolle touristische Zielgruppe der Zukunft setzt sich zusammen aus digitalen Eingeborenen, online-affinen Digitalimmigranten, aber auch aus Best Agern. Somit verändert sich nicht nur der Tourismus, sondern auch die damit verbundene Kommunikation. Eine anspruchsvolle, digital versierte Zielgruppe erwartet auch von Tourismusmarken eine zeitgemäße Ansprache. Kern der Ansprache in der digitalen Welt ist natürlich die Qualität der Inhalte – denn die Inhalte entscheiden letztendlich, ob etwas geliked, geteilt, eine App oder E-Magazin heruntergeladen wird. User möchten nicht nur informiert, sondern unterhalten und gefesselt werden. Informationen über das Zielland werden wichtiger, besonders in einer Zeit, in der auch politische Unruhen herrschen oder Klimaveränderungen/ Wetterkatastrophen den Urlaubern einen Strich durch die Rechnung machen können. Sie vertrauen auf Rezensionen, Echtheitsberichte, Bilder und Videos. Unternehmen müssen authentisch und vertrauenswürdig auftreten. Die Informationen müssen glaubwürdig und transparent sein – in der digitalen Welt möchte niemand einen Ratgeber für Reiseprospektfloskeln benötigen.

Lesen Sie in Teil 2: Anhand von Praxisbeispielen zeigen wir, wie Tourismusunternehmen Content Marketing einfach und zielgerichtet umsetzen können.

 

WE DO. Content Marketing

 

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