von

Sabine Stockhausen

Veröffentlicht am

October 18, 2018

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So langsam passiert es. Der Hashtag kommt in Deutschland an. Was bei Twitter begann, breitete sich geradezu schleichend über Google+, Instagram und seit letztem Sommer auch Stück für Stück auf Facebook aus. Ein Blick über den Teich zeigt: In Amerika ist er längst in den Alltag integriert. Ein aktuelles Beispiel ist der Superbowl. Alle Werbespots enden mit einem Hashtag und nicht mit einer Url – sei es als Markenname oder Schlagwort einer Kampagne. Kitkat nutzt beispielsweise konsequent auf allen sozialen Netzwerken die Verschlagwortung #Haveabreak und kommt so über Instagram mit Usern in Kontakt, die Ihr Produkt genießen. Gerade hier auf Instagram nutzen Blogger aber auch andere User nahezu inflationär Hashtags, um ihren Content zu kennzeichnen. Presse- und Blogger-Events werden gleich auf der Einladung mit dem passenden Hashtag zur Veranstaltung oder zum Produkt-Launch versehen und schließlich über Instagram verteilt. Merkels Kette in Deutschland-Farben und Peer Steinbrücks Titelseite des SZ-Magazins wurden mit #Schlandkette und #Stinkefinger belohnt. Und auch die aktuelle Staffel des allseits beliebten Dschungelcamps hat in den ersten fünf Tagen bereits die höchste Beteiligung ever, ever, ever erreicht (J ): 150.000 Tweets in fünf Tagen. Aber deutsche Beispiele finden sich insbesondere im Zusammenhang mit dem Second Screen. Hier hat sich der Hashtag längst etabliert. Ja, das Jahr 2013 war das Jahr der Social TV-Revolution in Deutschland. Nie zuvor haben sich TV-Zuschauer in Deutschland so viel über ihre Lieblingssendungen auf Facebook und Twitter mit Freunden und Followern ausgetauscht. Sei es beim wöchentlichen #Tatort oder Serien wie Circus Halligalli (#halligalli) oder The Voice of Germany (#tvog). Im Social TV Buzz Jahresranking steht der Tatort ganz vorne, ProSieben war mit gleich sechs Sendungen unter den Top 20. Der Sender bindet seine Zuschauer über ProSieben connect ein. Die Website ist zusammengesetzt aus einem Live-Stream der laufenden Sendung, dem Social Talk , der ähnlich funktioniert wie eine Twitter-Wall und im Falle von The Voice of Germany zwischen den Auftritten vorgelesen und regelmäßig eingeblendet wird. Über die Sideshow werden die User mittels Fragen, Votings und weiterer Videos zur Interaktion aufgerufen. Bietet man den Usern einen Mehrwert in Form weiterer Informationen und der Möglichkeit mit Protagonisten in Kontakt zu treten, funktioniert es. Sicher ist das erst der Anfang und es gibt noch genug Raum für Weiterentwicklung. Aber der Hashtag hat seinen Weg nach Deutschland gefunden – auch abseits der Social Media Nerds. Wer die Verschlagwortung als Marke sinnvoll nutzt, kann die Reichweite seiner Inhalte erweitern, den eigenen Content auffindbar machen und schließlich seine Marke stärken. Nur übertreiben sollte man es mit der Verwendung von Hashtags nicht. Das hat uns Justin Timberlake mit Jimmy Fallon bereits anschaulich verdeutlicht: http://www.youtube.com/watch?v=57dzaMaouXA

 

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