von

LEWIS

Veröffentlicht am

October 18, 2018

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Tipps und Tricks für PR-Trainees, Praktikanten und Co. in der Probezeit Das Vorstellungsgespräch war ein voller Erfolg, der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, die Sektkorken knallen. Aber die eigentliche Prüfung steht noch bevor: Jedes fünfte Arbeitsverhältnis in Deutschland scheitert innerhalb der Probezeit. Ich habe deshalb einige persönliche Tipps zusammengestellt, die mir in den ersten Wochen bei LEWIS PR geholfen haben.


1.Vorbereitung ist alles Mit einer Vollzeitstelle schrumpft die tägliche Freizeit gefühlt auf ein Minimum. Stehen nach der Arbeit dann noch alltägliche Besorgungen wie Einkauf, Kochen oder Wäsche waschen an, müssen andere Dinge hintenangestellt werden. Deshalb ist es ratsam, auch die letzten Tage vor dem ersten Arbeitstag sinnvoll zu nutzen. Sämtliche anstehenden Arztbesuche und Behördenwege sollten möglichst vorab erledigt werden. So lassen sich Fehltage in den ersten Wochen vermeiden. Um bei der neuen Firma nicht gleich mit einer Verspätung aufzuwarten, empfiehlt es sich zudem, den Arbeitsweg vorab genau zu recherchieren. Darüber hinaus sollten die letzten arbeitsfreien Tage ruhig angegangen werden. Die kommenden Wochen werden mit Sicherheit anstrengend und voll gepackt mit neuen Eindrücken, Aufgaben und Kollegen. 2. Lauter neue Kollegen – und alle heißen anders Dem ersten Vorstellungsgespräch folgen viele weitere, diesmal bei den neuen Kollegen. Um alle Namen zu behalten, ist es ratsam, bei der Bürorunde gleich die Visitenkarten der zugehörigen Kollegen einzusammeln. Diese dienen dann als Erinnerungshilfe, wenn der Überblick einmal verloren geht. Nebenbei lassen sich auf den Karten auch gleich Informationen zu Funktion und Aufgaben des jeweiligen Kollegen im Unternehmen notieren. Eine andere gute Möglichkeit ist es, Kollegen direkt in XING zu den Kontakten hinzuzufügen. Hier muss lediglich der Name eingeben werden, im Anschluss erscheint das passende Foto. Doch auch die Mittagspause bietet eine gute Gelegenheit, um Kollegen besser kennenzulernen. Dabei sollten heikle Themen aus Politik oder Religion besser vermieden werden. Gespräche über andere Kollegen oder den Chef sind selbstverständlich ebenfalls tabu. 3. Eine Zehntelsekunde genügt Einen ersten Eindruck von einem Menschen bekommen wir meist innerhalb der ersten Sekunden. Das Bild von einer Person bleibt dann für lange Zeit bestehen und lässt sich nicht mehr so schnell korrigieren. Also lieber gleich einen guten Eindruck hinterlassen und nicht schon am ersten Tag bei der großen Bürorunde patzen. Der erste Eindruck hängt nicht zuletzt auch von der Kleidung ab. Besser ist es daher, sich rechtzeitig über einen möglichen Dress Code in der neuen Agentur zu informieren und die Garderobe im eigenen Kleiderschrank zu überprüfen. Ein guter Anzug mag für den Auftritt beim Vorstellungsgespräch genügen. Ab jetzt sind angemessene Klamotten jedoch für jeden Tag Pflicht. Trotz allem sollten Berufsanfänger bei der Kleiderwahl authentisch bleiben und sich nicht bis zur Unkenntlichkeit verbiegen. Das betrifft den Kleidungsstil ebenso wie die Ausdrucksweise. Hier sollte die Balance zwischen Anpassung und eigener Persönlichkeit gefunden werden.  4. Ausdauertraining Ein Acht-Stunden-Arbeitstag ist zwar kein Marathon, dennoch können die ersten Wochen überraschend anstrengend verlaufen. Das ungewohnte frühe Aufstehen, stundenlanges Konzentrieren und die vielen neuen Herausforderungen fordern ihren Tribut. Ich persönlich nehme mir für das Nachmittagsloch immer einen Apfel oder eine Banane mit und gönne mir gelegentlich eine kurze Auszeit an der frischen Luft. Aber hier muss jeder seine eigene Office-Überlebensstrategie entwickeln. 5. Kompass im Aufgabendschungel – die To-Do-Liste Von vielen Arbeitswissenschaftlern schon für tot erklärt, erlebt die To-Do-Liste bei mir ein Revival. Ohne eine solche Liste kann eine Aufgabe, vor allem in den ersten Tagen, schnell durch die Lappen gehen. Bei der Verwendung einer To-Do-Liste, egal ob digital oder auf Papier, sollte darauf geachtet werden, dass nur tatsächliche Aufgaben darauf landen und Deadlines definiert werden. 6. Spicken erlaubt Anders als in der Schule ist das Spicken am Arbeitsplatz erlaubt und sogar sinnvoll. Neben Passwörtern, Benutzernamen und wichtigen Programmen helfen Kollegen am Anfang mit vielen wichtigen Informationen. Schnell geht dabei der Überblick verloren. Gerade Details wie ein Pfad auf dem Server oder eine Funktion in einem Programm sind daher am besten auf einem Notizblock oder in einem Heft aufgehoben. Lose Blattsammlungen helfen hingegen meist nur wenig, weil die Suche nach dem richtigen Zettel langwierig sein kann und nicht immer von Erfolg gekrönt ist. 7. Fragen Kaum einer beherrscht vom ersten Tag an alle für die Stelle notwendigen Tätigkeiten. Doch Kollegen, die ja auch selbst einmal alle neu angefangen haben, erwarten dies meist gar nicht. Mit falscher Scham stehen sich schüchterne Charaktere oft nur selbst im Weg. Die Ergebnisse der eigenen Arbeit sollten deshalb gerade am Anfang einem Kollegen gezeigt werden. Nur so entwickelt sich ein  Gespür dafür, wie bestimmte Dinge im Unternehmen gehandhabt werden und worauf zu achten ist. Generell gilt: Lieber einmal zu viel gefragt, als einen Tag für den Papierkorb gearbeitet zu haben. Auch eine regelmäßige Feedbackrunde hilft beiden Seiten, um Probleme anzusprechen und Missverständnisse frühzeitig abzustellen.

 

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