von

LEWIS

Veröffentlicht am

October 24, 2018

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Public Relations

Fünf PR-Mythen geprüft


PR Mythen vs. Realität

Ein idealer PR-Tag sieht ungefähr so aus: Im Vordergrund steht die absolute Unternehmenstransparenz. Via Social Media werden tausende Fans informiert und unterhalten. Redakteure erhalten spannende Unternehmensinformationen, die sie sofort in den neuen Aufmacher einbauen. Das Marketing bekommt ebenfalls 1-A-Input. Unannehmlichkeiten oder negative Schlagzeilen sind gestrichen. Das macht Sinn, das macht Spaß, das funktioniert. Trotzdem gibt es noch immer viele Unternehmen, die den Stellenwert von PR in ihrem Geschäft noch nicht erkannt haben und Öffentlichkeitsarbeit mit Werbung gleichsetzen. Es wird Zeit, die fünf größten Stolpersteine für PR-Experten einmal zu beleuchten:    

1. Mit Anzeigen klappt alles!

Auch wenn es eine zweifelhafte Herangehensweise an die Pressearbeit ist, so ist die Aussage dennoch teilweise korrekt, dass eine Anzeigenschaltung die Wahrscheinlichkeit einer redaktionellen Erwähnung steigert. Das Geben und Nehmen gehört für einige Medien zum Geschäft, auch wenn es unter Umständen gegen journalistische Regeln oder PR-Grundsätze verstößt. Nichtsdestotrotz gehört das partnerschaftliche Miteinander zwischen PR und Journalisten zu den Gegebenheiten der Branche. Statt sich jedoch eine Erwähnung in einem Medium zu erkaufen, sollte der PR-Berater stets auf eine hohe Qualität seines Contents achten – auch auf diesem Weg erhöht er die Chance, in einem Medium Erwähnung zu finden, denn: Content is King.

 2. Auch schlechte PR ist gute PR – Hauptsache Presse

Dieser Mythos hält sich hartnäckig und geistert vielen PR-Neulingen im Kopf herum. Ein guter PR-Berater wird spätestens jetzt schmunzeln. Wer glaubt, schlechte PR sei besser als gar keine PR, der irrt. Schäden am Image eines Unternehmens zu beseitigen ist schwierig und benötigt professionelle Öffentlichkeitsarbeit, um den Ansehensverlust zu kompensieren. Und eines sollte ein PR-Spezialist dabei nicht vergessen: Es bedarf langfristiger Kommunikation, um Vertrauen zu einem Unternehmen aufzubauen – jedoch nur einen Bruchteil der Zeit, um mit unprofessioneller Pressearbeit, negative Effekte zu erzielen. Schäden am Image wirken sich unmittelbar auf den Unternehmenswert aus – eine ganz schön große Verantwortung!

3. PR ist so was wie Werbung – nur kostenlos

Okay, dies ist streng genommen kein Mythos, sondern eher Unwissenheit. Medien sind verpflichtet, Werbung von redaktionellen Beiträgen strikt zu trennen. Während Werbung im Wesentlichen das Ziel hat, kurzfristig die Verkäufe zu erhöhen, ist Pressearbeit dafür da, auf langfristiger Basis ein positives und konsistentes Unternehmensbild sowie ein entsprechendes Image zu transportieren und dadurch das absatzorientierte Marketing zu unterstützen. PR kann Werbung also nicht ersetzen – und andersrum auch nicht. PR kann Werbebotschaften und  -maßnahmen jedoch unterstützen, wenn die Kommunikationsstrategie darauf ausgelegt ist.    

4. Redaktionen müssen Pressemitteilungen vollständig veröffentlichen

Auch hierbei handelt es sich um einen Irrglauben. Letztlich entscheidet der Redakteur, ob und was für Informationen er aus einer Pressemitteilung für sein Medium verwendet – das richtet sich natürlich auch nach der individuellen Leserschaft. Der PR-Treibende sollte sich immer vor Augen führen, dass er den Redakteur lediglich mit – bestenfalls interessanten – Informationen versorgt. Was der Journalist damit macht, liegt in seinen Händen, solange er den Inhalt nicht verfälscht. Er darf sogar seinen Namen unter den guten Fachartikel einer PR-Agentur setzen. Allerdings stellt sich in derartigen Fällen die Frage, ob dies noch dem journalistischen Ethos entspricht.

5. PR kurbelt den Verkauf unmittelbar an

Für diesen Mythos gibt es leider auch nur einen Trostpreis. Manches Unternehmen mag zwar enttäuscht sein, wenn die Verkäufe nach der Publikation eines Artikels nicht sofort explodieren. Mittel- bzw. langfristig wird sich gute PR aber auf jeden Fall in den Verkaufszahlen niederschlagen. Leider ist die Rückverfolgung der Absatzsteigerung allerdings oft schwierig und lässt sich – ja nach Unternehmen und Branche – meist nicht direkt auf konkrete PR-Maßnahmen zurückführen. Veröffentlichungen sind übrigens ein guter Nachweis der Kompetenzen eines Unternehmens und eignen sich für die weitere Verwendung im Vertrieb und Marketing.

 

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