von

LEWIS

Veröffentlicht am

November 18, 2018

Tags

Public Relations


Es klingt wie ein neumodischer Begriff, ist aber eine alte Sache: Public Relations.

Das Klappern gehörte schon immer zum Geschäft, auch zu Zeiten von Van Gogh, Monet oder Dali. Heute nennt man es PR und selbige ist für die Platzierung eines Unternehmens, Produkts oder einer Person unabdingbar – damals wie heute. Die meisten uns heute bekannten Künstler waren zu ihrer Zeit eher mittellos und lebten in erbärmlichen Verhältnissen. Glich ihre Malerei einer Zwangshandlung und lebten sie lediglich für ihre Passion, wurde ihr Talent und ihre Kunst verkannt. Das Leben von Malern wie beispielsweise Van Gogh, Monet oder Toulouse-Lautrec war von Schwere und Tragik begleitet.

Heute sind ihre Bilder von unschätzbarem Wert. Monets Seerosenteich ist stolze 80,5 Millionen Dollar wert. Wenn sich im Louvre vor einer Wand aus Panzerglas Unmengen von Menschen drängeln, um ein Foto von der bekanntesten Frau der Welt zu schießen, dann handelt es sich um die Mona Lisa. Das somit eines der bekanntesten und beliebtesten Gemälde dieser Welt weist einen geschätzten Wert von 100 Millionen Dollar auf. Da Vinci hätte sich gefreut. Oftmals erkannte man das Talent eines Künstlers erst nach seinem Tod und der Wert seiner Werke stieg ins Unermessliche. Künstler sind Künstler. Sie verspüren einen Impuls und gehen dem nach. Sie sind kreativ, voller Leidenschaft, kämpfen aber meistens um ihre Existenz. Vermarktung? PR? Öffentlichkeitsarbeit? Hätten sie nicht schon zu Lebzeiten finanziellen Wohlstand genießen können? Sie bewiesen viel Talent, doch abgesehen von einer Vernissage war Vermarktung für Galeristen und Künstler ein Fremdwort. Viele der bekannten Maler lebten eher zurückgezogen, zeigten sich introvertiert und melancholisch. Missverstanden von der Umwelt wussten sie sich nur über ihre Bilder auszudrücken.

„Wer interessieren will, muss provozieren“ (Salvador Dali)

Kein anderer Künstler beherrschte die Eigen-PR wie Salvador Dali. Sein extravagantes und zugleich extrovertiertes Verhalten war Teil seiner Vermarktung. Mit seiner selbstinszenierten Show gelang es ihm, polarisierend das Augenmerk auf sich zu ziehen und neben einem hohen Ansehen auch finanziellen Wohlstand zu erlangen. Natürlich hatte er wie alle seine bekannten Kollegen außergewöhnliches Talent. Ohne Talent geht nichts. Doch er schaffte etwas, was den anderen Malern zu ihrer Zeit verwehrt blieb: Er wurde zum erfolgreichsten Künstler seiner Zeit und das nur, weil er sich zu vermarkten wusste. Über Kunst lässt sich bekanntlich streiten, auch über Dalis extravagante Skizzen und Skulpturen. Manch einer würde ihn als verrückt, skurril oder exzentrisch bezeichnen. Seine Äußerung dazu: „Der Unterschied zwischen einem Verrückten und mir ist der, dass ich nicht verrückt bin.“ Er war halt ein Surrealist – der Unwirkliches, Absurdes, Phantastisches miteinander verband und die menschliche Logik an ihre Grenzen brachte.

Heutzutage bleiben Talent, Produkte oder Unternehmen dank PR-Arbeit nicht mehr im Verborgenen. Die Herausforderung liegt eher darin, sich unter den „Talenten“ Gehör zu verschaffen und nicht im Mediendschungel unterzugehen. Im Zeitalter der Informationsüberflutung wird es zunehmend schwieriger, Beachtung und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zielorientierung, Strategie, systematische Methoden, Kreativität und vorausschauendes Denken sind deswegen unabdingbare Kriterien für eine erfolgreiche Marktpositionierung.

 

WE DO. Public Relations

 

Go back to blog list

Do get in touch