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Veröffentlicht am

October 15, 2018

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Wir bei LEWIS PR sagen ganz klar “Ja” zu Blogs. Der geneigte Leser wird sich nun fragen warum. Wurden Blogs doch einst von Deutschlands Chef-Werber Jean Remy von Matt als die “Klowände des Internets” beschimpft. Gut, Herr von Matt hat sich dafür entschuldigt, nachdem seine Aussage in der Blogosphäre für Aufruhr gesorgt hatte. Der Grund für Blogs ist für mich naheliegend: Im B2B-Bereich merke ich zunehmend, dass sich Kunden mit hochkomplexen, technologischen Lösungen für das Thema Social Media interessieren. Und das nicht nur, weil ihre Zielmedien auf Twitter und Facebook unterwegs sind, sondern weil sich auch Bestands- und Neukunden über digitale Kanäle über neue Lösungen informieren. Soziale Medien werden damit zu einem interessanten Teil der Vertriebsstrategie und dienen nicht nur der einfachen Streuung von Presseinformationen. Doch warum Blogs als elementarer Bestandteil der Kommunikation? Facebook und Twitter bieten aufgrund ihrer schnellen und verkürzten Information nur bedingt den Raum, die Vorteile einer komplexen Technologie zu erklären. Das ist auch einer der Gründe, der im täglichen Kundenaustausch B2B-Unternehmen von Social Media erst einmal abschreckt. Denn Entscheider, die sich mit B2B-Produkten auseinandersetzen, wollen nicht nur in einem knackigen Post kurz Vorteile wie Kosteneffizienz und Energieeinsparung serviert bekommen, sie interessieren sich für Fakten: Kennwerte, Parameter, technische Komponenten etc.. Kurzum, sie wollen ein technisches Fact Sheet. Und hier kommen die Blogs ins Spiel: Sie bieten sich für ausführlichere Informationen an, da der Leser im Gegensatz zu Twitter oder Facebook hier länger verweilt und sich tiefergehender informieren möchte. Stichpunkt Recherche: Um diese zu vereinfachen, sollten PR-Agenturen die Story ihres Kunden kennen. Darauf basierend lässt sich dann eine sinnvolle, themenorientiere Struktur des Blogs aufsetzen, die ein „Weitersuchen“ erleichtert. So kann der User gezielt weiterklicken, ohne mit nichtssagenden Produktnamen erschlagen zu werden. Außerdem unterstützt die thematische Blog-Struktur basierend auf dem Storytelling das Branding: Es wird auf einem Blick klar, wofür das Unternehmen steht. Aktuelle Aufhänger wie die Energiewende oder Industrie 4.0 bieten sich hier je nach Kunde sofort an und machen den Blog auch für Journalisten der Wirtschaftspresse interessant. Ein weiterer Vorteil: Unternehmen können selber beeinflussen, welche Inhalte sie ihrer Zielgruppe mit an die Hand geben. Sie sind nicht mehr nur auf den Abdruck einer Pressemeldung angewiesen, die oft noch redaktionell gekürzt wird. Hier  haben Unternehmen die volle Kontrolle über ihre Inhalte. Der Fokus auf einen Blog heißt jedoch nicht, Kanäle wie Twitter und Facebook zu vernachlässigen. Im Sinne einer integrierten Kommunikationsstrategie ist es notwendig, die User dort mit spannenden Posts abzuholen und ihnen so Appetit auf das erweiterte Informationsangebot des Blogs zu machen. Zudem enden die Conversions nicht in der Einbahnstraße von Twitter und Facebook, sie werden gezielt auf die unternehmenseigene Internetpräsenz weitergeleitet. Das steigert die Chance, dass sich User – wenn schon einmal auf der Unternehmenswebseite gelandet – dort weiter informieren. Außerdem wird das Reporting transparenter: Je nach Klickzahlen sehen Unternehmen, welche Themen ihre Zielgruppe gerade bewegen. Die Kommunikation wird so transparenter und intensiver.

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