von

Gastautor

Veröffentlicht am

September 4, 2013

Tags

Networking, Public Relations, republica

Im Jahr 2007 begann sie als spontane Idee eines Bloggertreffens – heute ist die re:publica die größte, europäische Konferenz rund um die digitale Welt. Anfang dieses Monats traf sich die digitale Avantgarde in Berlin, um die Online-Welt in die Offline-Welt zu holen – dieses Jahr unter dem Motto IN/SIDE/OUT und mit einem neuen Besucherrekord. 5.000 Teilnehmer reisten an, um sich Vorträge und Diskussionen anzuhören, an Workshops teilzunehmen, und um alte Bekanntschaften aufzufrischen und neue zu schließen.


Die Themen auf der diesjährigen re:publica reichten von Netzpolitik über Technologie und Wissenschaft bis hin zu Unternehmertum und Innovation und waren so vielfältig wie die Gäste. Blogger, Twitterer und Netzaktivisten trifft man hier genauso wie Start-Up-Gründer und etablierte Unternehmer. Für die digitale Gesellschaft ist der jährliche Besuch der re:publica inzwischen ein Pflichttermin. Lohnt sich der Besuch auch für PRler? Obwohl das digitale Umfeld für seine kritische Einstellung gegenüber vielen Unternehmen bekannt und berüchtigt ist, kann sich ein Besuch auszahlen.

Digitale Themen – ob Social Media oder Technologie-Trends – sind schließlich schon lange nicht mehr nur für Netzaktivsten interessant, sondern ganz besonders auch für Unternehmen und PR-Fachleute. Für sie gibt es gute Gründe, sich einmal auf der re:publica umzusehen: Beziehungen pflegen Die Atmosphäre auf der re:publica wird gerne als eine Mischung aus Konferenz, Klassentreffen und Festival beschrieben. Die Stimmung ist locker und aufgeschlossen – was sicherlich damit zu tun hat, dass jeder gern auf der re:publica ist, und weil es keine Pflicht darstellt (ein Eindruck, den man gelegentlich auf anderen Messen hat). Gute Gespräche ergeben sich so ganz von selbst. Letztendlich reisen viele Teilnehmer vor allem deshalb an, um alte Bekannte zu treffen und neue kennenzulernen. Die Stimmung ist ideal, um zwischen Sessions oder beim abendlichen Bier Visitenkarten und Ideen auszutauschen und Kontakte mit den unterschiedlichsten Menschen zu knüpfen. Die Bloggerin Anke Gröner formulierte das so: „Wer meint, die re:publica sei ein Klassentreffen, hat Recht. Wer meint, die re:publica sei nur ein Klassentreffen hat keine Ahnung.“ Trends entdecken Auf der re:publica werden neue Trends gesetzt. Ob Cyborgs, Laptop-Yoga oder afrikanische Tech-Communities – die Themen sind zukunftsweisend, bunt und manchmal auch ein bisschen „irre“. Und wenn eine Session besonderes Interesse geweckt hat, gibt es immer die Möglichkeit, dem Experten nicht nur zuzuhören, sondern auch direkt Fragen zu stellen, nachzuhaken und den Speaker im Zweifelsfall nach der Session anzusprechen. Den ein oder anderen trifft man abends auch mal bei einem Bier in der „re:fill“-Bar. Neue Denkanstöße Auch wenn ich mich nicht explizit für Netzpolitik interessiere – ist Netzneutralität vielleicht auch für mein Unternehmen oder meine Agentur relevant? Welche Vorteile kann Open Data für mich als PR-Berater haben?

Auf der re:publica gibt es die Möglichkeit, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die sonst außerhalb des eigenen Fachbereiches liegen und für die man sonst vielleicht schlichtweg keine Zeit hat. Eine spontan, aus Neugierde heraus besuchte Session kann neue Denkanreize bieten und Perspektiven öffnen, die man sonst nicht sehen würde. Imagepflege – authentisch und kontrovers Die Möglichkeit, nicht nur zuzuhören, sondern auch aktiv ein Thema einzureichen und eine Session zu halten, sollte unbedingt nutzen, wer ein spannendes, innovatives Thema anbieten kann und Diskussionen nicht scheut. Unternehmen sollten sich trauen, in diesem verhältnismäßig kritischen Umfeld, ehrlich und authentisch, und auch mal kontrovers zu sein, und sich auch den Fragen der Zuhörer ohne Hemmungen zu stellen.

Ein gutes Beispiel aus diesem Jahr ist Daimler-Chef Dieter Zetsche mit einem Talk über Mobilität und das Auto der Zukunft. So manches Unternehmen wird sich nun sicherlich überlegen, ob man im nächsten Jahr nicht auch mit den digitalen Multiplikatoren in Kontakt treten möchte. Denn obwohl Zetsche eine Marke repräsentiert, die nicht als besonders „nerd-affin“ gelten kann, erntete er Beifall von einem vollbesetzten Saal, unter anderem für Sätze wie: „Wenn sich Dinge verändern, wenn sich das Umfeld verändert, dann ist es immer klug, Teil der Veränderung zu sein.” Wer sich das zu Herzen nimmt, der wird sich auf der re:publica sehr gut aufgehoben fühlen.

WE DO. Online Marketing

Go back to blog list

Do get in touch